Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kauf einer Solaranlage lohnt sich vor allem bei hohem Eigenverbrauch, da Sie sich so von Strompreisen unabhängig machen und die Amortisationszeit verkürzen.
  • Um den selbst erzeugten Strom optimal zu nutzen, ist die Investition in einen Stromspeicher in den meisten Fällen sinnvoll.
  • Für die Installation selbst ist meist keine Baugenehmigung notwendig – erforderlich ist aber die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister.
  • Bei der Installation können Sie vom Nullsteuersatz auf die Anschaffung und von zinsgünstigen Krediten profitieren.
  • Wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten, sollten Sie auf transparente Angebote, die Verwendung hochwertiger Komponenten und die Beauftragung qualifizierter Fachkräfte für die Montage achten.


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Was tun, wenn ich eine Solaranlage kaufen möchte? 1. Voraussetzungen erfüllen ✔️Eigenes Haus ✔️Ausreichend Sonne ✔️Dach intakt ✔️Solaranlage erlaubt 2. Solaranlage planen ✔️Wie viel Platz haben Sie für die Solarmodule? ✔️Wie hoch ist Ihr Stromverbrauch im Jahr? ✔️Wo soll der Wechselrichter installiert werden? ✔️Möchten Sie einen Solaranlage mit Speicher? ✔️Möchten Sie Ihre Solaranlage finanzieren? 3. Solaranlage auswählen ✔️Inselanlagen ✔️Nulleinspeiseanlagen ✔️Überschusseinspeiseanlagen ✔️Volleinspeiseanlagen 4. Angebote einholen & vergleichen 5. Finanzierung klären


1. Wer darf eine Solaranlage installieren?

Die Installation einer Solaranlage bzw. Photovoltaikanlage – insbesondere auf dem Dach – ist ein komplexes Vorhaben, das Fachwissen und handwerkliches Geschick erfordert. Es handelt sich hierbei nicht um eine Aufgabe, die einfach in Eigenregie durchgeführt werden sollte, da die Sicherheit und die korrekte Funktion der Anlage von entscheidender Bedeutung sind.

Es ist ratsam, für die Montage der Module und die elektrische Anbindung ausschließlich qualifizierte Fachbetriebe zu beauftragen. Nur ausgebildete Solarteure, Dachdecker oder Elektriker verfügen über die notwendige Expertise, um die statischen Anforderungen des Daches zu beurteilen und die Anlage normgerecht und sicher zu installieren.


Welcher Solaranlage-Anbieter ist seriös?

Die Suche nach einem passenden Solaranlage-Anbieter ist ein zentraler Schritt, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten. Ein seriöses Unternehmen zeichnet sich nicht nur durch günstige Preise aus, sondern vor allem durch transparente Kommunikation und langfristige Zuverlässigkeit. 

Ein vertrauenswürdiger Anbieter stellt zudem sicher, dass alle Komponenten von hoher Qualität sind und die Installation ausschließlich durch qualifizierte Fachkräfte erfolgt, um die Sicherheit und die maximale Leistung der Anlage über die gesamte Lebensdauer zu garantieren.

Zeichen eines seriösen Solaranlage-Anbieters:

  • Transparente Beratung: Ein guter Anbieter erklärt die Wirtschaftlichkeit der Anlage ehrlich und verständlich, ohne überzogene Renditeversprechen.
  • Feste Ansprechpartner: Es stehen Ihnen qualifizierte Experten zur Seite, die den gesamten Prozess von der Planung bis zur Inbetriebnahme betreuen.
  • Ausschließlich Markenkomponenten: Verwendet werden ausschließlich hochwertige Module, Wechselrichter und Speicher von renommierten Herstellern mit entsprechenden Produktgarantien.
  • Eigene Montage-Teams oder zertifizierte Partner: Die Installation erfolgt durch eigene Fachkräfte oder qualifizierte Subunternehmer.
  • Umfassende Garantie- und Serviceleistungen: Es werden klare Garantien auf die Leistung der Module und die Installation gegeben, oft inklusive eines Wartungsvertrags.
  • Klare Vertragsbedingungen: Alle Kosten, Leistungen und der zeitliche Ablauf sind präzise und nachvollziehbar im Vertrag festgelegt.


Um einen seriösen Partner für Ihr Solarprojekt zu finden, ist eine sorgfältige Prüfung der genannten Kriterien unerlässlich. Werden alle Punkte erfüllt, steht einem erfolgreichen Kauf nichts mehr im Wege. 


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Wie erkenne ich unseriöse Solaranlage-Anbieter?

Unseriöser Solaranlage-Anbieter zu erkennen, ist für potenzielle Käufer essenziell, um eine kostspielige Fehlentscheidung zu vermeiden. Unternehmen, die hauptsächlich auf schnellen Profit aus sind, versuchen oft, Interessenten mit unrealistisch günstigen Preisen oder Versprechen von extrem hohen, garantierten Renditen zu locken. Besonders wenn die Beratung unter hohem Zeitdruck stattfindet, sollte man vorsichtig sein.

Ein weiteres Warnsignal ist die mangelnde Transparenz bei den verwendeten Komponenten und den tatsächlichen Installationskosten. Seriöse Anbieter legen Wert darauf, hochwertige Markenprodukte zu verbauen und detaillierte, nachvollziehbare Angebote zu erstellen. 

Anzeichen für unseriöse Solaranlage-Anbieter:

  • Unrealistisch niedrige Preise: Angebote, die deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegen, deuten oft auf minderwertige Komponenten oder versteckte Zusatzkosten hin.
  • Fehlender Besichtigungstermin: Wird ein Angebot ohne vorherige, detaillierte Prüfung der Dachstatik und der elektrischen Gegebenheiten erstellt, ist die Planung unzuverlässig.
  • Fehlende Markentransparenz: Es werden keine spezifischen Hersteller von Modulen, Wechselrichtern oder Speichern genannt oder es wird nur No-Name-Ware angeboten.
  • Extremer Zeitdruck und hohe Vorauszahlungen: Aggressives Drängen auf eine schnelle Unterschrift und die Forderung nach sehr hohen Anzahlungen vor Beginn der Arbeiten sind Alarmzeichen.
  • Fehlende Qualifikation der Monteure: Die Installation erfolgt durch ungeschulte oder ständig wechselnde, fremde Subunternehmen, was die Qualität der Montage gefährdet.
  • Vage Garantie- und Serviceaussagen: Es werden keine klaren, schriftlichen Garantiebedingungen für die Komponenten und die Installation übergeben.
  • Überzogene Renditeversprechen: Werden extrem hohe Gewinne in kurzer Zeit garantiert, sollte man diese Versprechen kritisch hinterfragen.


2. Lohnt es sich, eine Solaranlage zu kaufen?

Es lohnt sich, eine Solaranlage zu kaufen, denn die Anschaffung stellt eine der wichtigsten Investitionen in die eigene finanzielle und energetische Unabhängigkeit dar. Einmal installiert, produziert die Anlage über Jahrzehnte hinweg kostenlosen Strom und schützt somit effektiv vor den ständig steigenden Preisen der Energieversorger. 

Neben der Reduzierung des monatlichen Energieaufwands profitiert man von der Möglichkeit, den überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen und dafür eine staatlich garantierte Vergütung zu erhalten. Zudem kann die Immobilie durch die Installation einer modernen Photovoltaikanlage eine deutliche Wertsteigerung erfahren, was die Attraktivität des Eigenheims nachhaltig erhöht. Die Vorteile überwiegen die anfänglichen Investitionskosten, die sich über die Lebensdauer der Anlage amortisieren.

Das sind die Vorteile und Nachteile einer Solaranlage im Überblick:

KategorieVorteilErklärung
ÖkonomieUnabhängigkeit von StrompreisenDie selbst erzeugte Energie macht den Haushalt weniger anfällig für Tariferhöhungen der Energieanbieter.
Langfristige KostensenkungNach der Amortisation der Anlage fallen nur noch geringe Wartungskosten an, der Strombezug wird minimiert.
Staatliche EinspeisevergütungFür den Strom, der nicht selbst verbraucht, sondern in das öffentliche Netz eingespeist wird, erhält man eine garantierte Vergütung.
Wertsteigerung der ImmobilieHäuser mit installierter Solaranlage sind auf dem Immobilienmarkt begehrter und erzielen oft höhere Verkaufspreise.
ÖkologieAktiver KlimaschutzDurch die Nutzung sauberer Solarenergie wird der CO₂-Ausstoß des Haushalts signifikant reduziert.
SonstigesGeringer WartungsaufwandModerne PV-Anlagen arbeiten sehr zuverlässig und erfordern nur minimale Pflege und Instandhaltung.
KategorieNachteilErklärung
ÖkonomieHohe AnfangsinvestitionDie Anschaffung der Komponenten und die Installation erfordern zunächst eine beträchtliche Kapitalbindung.
TechnikAbhängigkeit von SonneneinstrahlungDie Stromproduktion ist wetterabhängig – nachts oder bei starker Bewölkung wird wenig bis kein Strom erzeugt.
ÄsthetikVeränderung des ErscheinungsbildsDie Module auf dem Dach können das ursprüngliche Erscheinungsbild des Hauses visuell verändern.
PlanungErforderliche Dachfläche und AusrichtungNicht jedes Dach ist aufgrund seiner Größe, Statik oder Ausrichtung optimal für eine maximale Stromerzeugung geeignet.


Wann lohnt es sich, eine Solaranlage zu kaufen?

Die Rentabilität einer Solaranlage hängt von verschiedenen individuellen und strukturellen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Je höher der eigene Stromverbrauch ist, desto schneller amortisiert sich die Investition. Haushalte mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden oder mehr können durch die Eigenproduktion große Einsparungen erzielen, insbesondere wenn sie ihren selbst erzeugten Strom auch tagsüber nutzen können.

Eine Solaranlage kaufen lohnt sich, wenn

  • Der jährliche Stromverbrauch des Haushalts konstant hoch ist, beispielsweise über 4.000 Kilowattstunden.
  • Die Investition ist besonders rentabel, wenn ein Elektroauto über die eigene Anlage geladen werden soll.
  • Der Wunsch besteht, eine neue Wärmepumpe effizient und klimafreundlich mit Solarstrom zu betreiben.
  • Die Anschaffung zahlt sich aus, wenn eine große, unverschattete Dachfläche zur Verfügung steht, die eine hohe Stromproduktion gewährleistet.
  • Eine Kombination mit einem Stromspeicher geplant ist, um den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen und die Unabhängigkeit zu maximieren.
  • Der erzeugte Solarstrom direkt im Haus verbraucht werden kann – also wenn der Hauptverbrauch in die Tagesstunden fällt.


Wie lange hält eine Solaranlage?

Die Gesamtlebensdauer einer Solaranlage wird heute im Durchschnitt auf 25 bis 30 Jahre geschätzt, wobei hochwertige Anlagen bei guter Pflege sogar 40 Jahre und länger funktionstüchtig bleiben können. Die tatsächliche Nutzungsdauer der Anlage hängt dabei von der Qualität der einzelnen Komponenten und der fachgerechten Installation ab.

Die Solarmodule selbst sind die beständigsten Teile, unterliegen jedoch einer natürlichen Leistungsabnahme. Diese beträgt bei modernen Modulen nur etwa 0,3 bis 0,5 % pro Jahr. Das bedeutet, dass die Module auch nach 25 Jahren noch eine Leistung von über 85 %ihrer ursprünglichen Nennleistung erbringen. 

Mit dieser Lebensdauer einzelner Komponenten können Sie rechnen, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten:

KomponenteDurchschnittliche LebensdauerHinweis
Solarmodule25 bis 40 JahreLeistungsgarantie sichert Mindestleistung.
Wechselrichter10 bis 15 JahreMuss in der Regel ein- bis zweimal ausgetauscht werden, da er hohen elektrischen Belastungen ausgesetzt ist.
Stromspeicher10 bis 20 JahreDie Haltbarkeit wird oft in Ladezyklen angegeben und hängt von der Batterietechnologie ab.
Montagesystemca. 30 JahreSehr langlebig, sofern es aus korrosionsbeständigen Materialien besteht und fachgerecht montiert wurde.
Verkabelung25 bis 30 JahreSpezielle, UV-beständige Solarkabel sind für diesen langen Zeitraum ausgelegt.


Wie hoch ist der Ertrag einer Solaranlage?

Der Ertrag einer Solaranlage, also die Menge an produziertem Strom, lässt sich nicht pauschal beziffern, da er von verschiedenen standortspezifischen und technischen Faktoren abhängt. Ein zentraler Richtwert ist die Leistung pro installiertem Kilowatt-Peak (kWp), die in Deutschland zwischen 800 und 1.100 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr liegt. Dieser Wert variiert stark nach der geografischen Lage, da die Sonneneinstrahlung im Süden Deutschlands intensiver ist als im Norden.

Weitere wichtige Einflussgrößen sind die Ausrichtung und der Neigungswinkel der Dachfläche. Eine Südausrichtung ohne Verschattung führt zum höchsten Ertrag, während eine Ost-West-Ausrichtung zwar einen geringeren Spitzenertrag liefert, aber eine gleichmäßigere Verteilung der Stromproduktion über den Tag ermöglicht. 

Mit diesen Erträgen können Sie rechnen, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten:

Anlagengröße (kWp)AusrichtungJährlicher Ertrag (kWh)Bemerkung
5 kWpIdeal (Süd, 30°)Ca. 4.500 bis 5.500Typisch für einen Haushalt mit hohem Eigenverbrauch
7 kWpOptimal (Südwest/Südost)Ca. 6.300 bis 7.700Gute Abdeckung für Haushalt und optionales Laden eines E-Autos
10 kWpOst-WestCa. 8.000 bis 10.000Gleichmäßige Erzeugung, gut für ganztägigen Strombedarf
15 kWpSüdenCa. 13.500 bis 16.500Geeignet für sehr große Haushalte oder den Betrieb einer Wärmepumpe


3. Welche Solaranlagen kann ich kaufen?

Es gibt verschiedene Typen von Solaranlagen, die sich primär in ihrem Aufbau und ihrem Einsatzzweck unterscheiden. Die gängigste Form für Privathaushalte ist die Photovoltaikanlage, die Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandelt. Diese Anlagen dienen hauptsächlich der Senkung der Stromkosten und der Einspeisung von Überschussstrom.

Einige Anlagen sind heute mit einem Stromspeicher ausgestattet, der es ermöglicht, den tagsüber produzierten Strom für die Abendstunden oder die Nacht zu speichern. Eine weitere wichtige Unterscheidung liegt in den verwendeten Komponenten. Dazu zählen der Wechselrichter, der den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom umwandelt, sowie die Module selbst, die in verschiedenen Leistungsklassen und Bauweisen verfügbar sind.

Sie können diese Solaranlagen kaufen:

Modell/ArtWichtigstes MerkmalGeeignet für
Photovoltaikanlage mit SpeicherErzeugt Strom und speichert Überschuss für den späteren Eigenverbrauch.Maximaler Autarkiegrad und hohe Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz
BalkonkraftwerkSteckerfertige Mini-PV-Anlage mit sehr geringer Leistung (z. B. bis 800 Watt)Mieter und Besitzer zur Deckung der Grundlast und Senkung der Stromrechnung
SolarthermieWandelt Sonnenenergie in Wärme zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung.Haushalte, die fossile Brennstoffe beim Heizen einsparen und umweltfreundlich warmes Wasser erzeugen möchten
Hybrid-SolaranlageKombiniert Photovoltaik und Solarthermie in einem System.Maximale Nutzung der Dachfläche zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme
Solaranlage für den GartenPV- oder thermische Anlage, die frei stehend auf einem Gestell im Garten montiert wirdImmobilien mit ungeeigneter Dachfläche oder wenn eine zusätzliche Fläche zur Energieerzeugung benötigt wird
Insel-SolaranlagePV-Anlage, die vollständig vom öffentlichen Stromnetz getrennt arbeitetFerienhäuser, Gartenlauben oder andere abgelegene Orte ohne Zugang zum Stromnetz
Solaranlage mit AkkuErzeugt Strom, der in einem Speicher zwischengespeichert wird, um den Eigenverbrauch zu erhöhen.Alle Haushalte, die den Solarstrom auch abends oder nachts nutzen und ihre Unabhängigkeit vom Netzbetreiber maximieren möchten


Die Wahl der passenden Anlage hängt von den individuellen Verbrauchsgewohnheiten, der Beschaffenheit des Daches und den persönlichen Zielen ab. Eine maßgeschneiderte Lösung ist immer der beste Weg, um die maximale Effizienz zu gewährleisten.


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Sollte ich einen Speicher zur Solaranlage kaufen?

Die Entscheidung für den Kauf eines Speichers zur Solaranlage hängt primär von Ihren Zielen und Ihrem Verbrauchsverhalten ab. Wird der Großteil des Solarstroms tagsüber produziert, aber erst in den Abend- und Nachtstunden im Haushalt benötigt, ist ein Speicher eine sinnvolle Ergänzung. Er ermöglicht es, den selbst erzeugten Strom zeitversetzt zu nutzen und damit den teuren Netzstrombezug auf ein Minimum zu reduzieren.

Wer maximale Unabhängigkeit und eine hohe Eigenverbrauchsquote anstrebt, sollte definitiv in einen Akku investieren, wenn er eine Solaranlage kaufen möchte. Zwar steigen die Anschaffungskosten der Gesamtanlage zunächst, doch wird die Wirtschaftlichkeit durch die deutliche Senkung der monatlichen Stromrechnung und die Unabhängigkeit von künftigen Preissteigerungen langfristig gewährleistet. 

Das spricht dafür, auch gleich in einen Speicher zu investieren, wenn Sie Solaranlage kaufen:

  • Erhöhte Unabhängigkeit: Der Akku speichert Energie, sodass der Haushalt auch dann mit eigenem Solarstrom versorgt wird, wenn die Sonne nicht scheint.
  • Maximierter Eigenverbrauch: Der Anteil des selbst genutzten Solarstroms kann von ca. 30 auf bis zu 90 % gesteigert werden.
  • Reduzierte Stromkosten: Durch den minimierten Bezug von Netzstrom sinken die monatlichen Ausgaben für Energie erheblich.
  • Absicherung gegen Preisanstiege: Die Anlage schützt langfristig vor unvorhersehbaren Erhöhungen der Strompreise am Markt.
  • Notstromfähigkeit: Einige Speichersysteme bieten die Möglichkeit, das Haus bei einem Stromausfall weiterhin mit Notstrom zu versorgen.
  • Optimierung des Anlagenbetriebs: Moderne Speicher tragen dazu bei, die Netzauslastung zu stabilisieren und können in intelligenten Stromnetzen eingesetzt werden.


4. Mit welchen Kosten muss ich rechnen, wenn ich eine Solaranlage kaufen möchte?

Die Solaranlage-Kosten lassen sich nicht mit einem festen Preis beziffern, da sie stark von der Größe und der Ausstattung abhängen, die optimal zu Ihrem individuellen Haushalt passen. Grundsätzlich setzt sich der Preis aus den Kosten für die Solarmodule, den Wechselrichter, das Montagesystem und die Installation zusammen. Die gesamte Investition wird zudem von der Komplexität der Montage, beispielsweise bei komplizierten Dachformen oder Verschattungen, beeinflusst.

Mit diesen Kosten können Sie rechnen, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten:

Anlagengröße (kWp)Mit/ohne SpeicherGeeigneter Verbrauch (kWh/Jahr)Geschätzte Kosten (inkl. Montage)
5 kWpOhne Speicher3.000–5.00010.000–15.000 €
7 kWpOhne Speicher5.000–7.00013.000–18.000 €
5 kWpMit 5 kWh Speicher3.000–5.00018.000–25.000 €
7 kWpMit 8 kWh Speicher5.000–7.00022.000–30.000 €
10 kWpMit 10 kWh SpeicherÜber 7.00028.000–38.000 €


5. Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, wenn ich eine Solaranlage kaufen möchte?

Der Kauf einer Solaranlage setzt bestimmte formale und bauliche Voraussetzungen voraus, die erfüllt sein müssen, damit die Installation reibungslos verläuft und die Anlage maximalen Ertrag liefert. So spielt die Beschaffenheit des Daches z. B. eine entscheidende Rolle. Es muss ausreichend dimensioniert sein, eine gute statische Tragfähigkeit aufweisen und eine möglichst geringe Verschattung erfahren. 

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten:

  • Eigentumsverhältnis: Sie müssen Eigentümer des Hauses oder des Grundstücks sein oder eine schriftliche Erlaubnis des Eigentümers besitzen.
  • Dachbeschaffenheit: Das Dach muss intakt und die Eindeckung in gutem Zustand sein, um die geplante Lebensdauer der Solaranlage zu gewährleisten.
  • Statische Tragfähigkeit: Die Dachkonstruktion muss das zusätzliche Gewicht der Solarmodule und des Montagesystems sicher tragen können.
  • Minimale Verschattung: Bäume, Schornsteine oder umliegende Gebäude sollten die Solarmodule möglichst wenig beschatten, um Ertragseinbußen zu vermeiden.
  • Optimale Ausrichtung und Neigung: Idealerweise sollte eine Ausrichtung nach Süden mit einem Neigungswinkel zwischen 25 und 35 Grad vorliegen.
  • Anmeldung beim Netzbetreiber: Die geplante Anlage muss vor der Inbetriebnahme beim zuständigen örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden.
  • Eintrag ins Marktstammdatenregister: Nach der Installation ist die Meldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur verpflichtend.


Wie groß darf eine Solaranlage sein ohne Genehmigung?

Die Frage nach der Größe einer Solaranlage ohne Genehmigung ist komplex, da sie mehrere Ebenen der Bürokratie betrifft. Grundsätzlich ist für die meisten Anlagen auf Einfamilienhäusern keine gesonderte Baugenehmigung nach Baurecht erforderlich. Dies gilt, solange die Anlage parallel zur Dachfläche montiert wird und die geltenden Abstandsflächen eingehalten werden. Die Bundesländer haben hier in ihren jeweiligen Landesbauordnungen entsprechende Freistellungen geschaffen, um den Ausbau der Solarenergie zu vereinfachen.

Anders verhält es sich jedoch bei der Anmeldung der Anlage. Unabhängig von der baurechtlichen Genehmigungspflicht muss jede Solaranlage, die an das öffentliche Netz angeschlossen wird, beim zuständigen Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Auch kleine Anlagen, wie sogenannte Balkonkraftwerke, die in der Regel bis zu 800 Watt Leistung haben, sind von dieser Anmeldepflicht nicht befreit. 


Wann brauche ich eine Genehmigung, wenn ich eine Solaranlage kaufen möchte?

Die Frage, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten, lässt sich in den meisten Fällen mit Nein beantworten. In fast allen Bundesländern sind Anlagen von der Genehmigungspflicht nach Baurecht freigestellt. Dies soll den Ausbau erneuerbarer Energien vereinfachen. Eine Ausnahme kann jedoch bestehen, wenn die Anlage auf einem denkmalgeschützten Gebäude oder in einem Gebiet mit einer besonderen Gestaltungssatzung errichtet werden soll.

Unabhängig von der Baugenehmigungspflicht müssen Sie jedoch jede Anlage bei z3 Stellen anmelden: dem örtlichen Netzbetreiber und dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Diese Anmeldepflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und dient dazu, die Erfassung und Förderung der erzeugten Energie sowie die Netzsicherheit zu gewährleisten. 

Schrittfolge zur Genehmigung und Anmeldung

  • Prüfung der Baugenehmigung: Klären Sie ab, ob Ihr Gebäude unter Denkmalschutz steht oder in einem Gebiet mit besonderen baulichen Vorschriften liegt.
  • Anfrage beim Netzbetreiber: Vor der Installation muss die geplante Anlage beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Dieser prüft die Kompatibilität des Netzes.
  • Installation: Nach Freigabe durch den Netzbetreiber erfolgt die Montage durch den Fachbetrieb.
  • Fertigmeldung und Abnahme: Nach Abschluss der Arbeiten meldet der Fachbetrieb die Anlage dem Netzbetreiber zur finalen Abnahme und zum Zählerwechsel.
  • Eintrag ins Marktstammdatenregister: Die Anlage muss spätestens 4 Wochen nach der Inbetriebnahme bei der Bundesnetzagentur registriert werden. Dies ist eine gesetzliche Pflicht des Betreibers.


6. Wie kann ich den Kauf einer Solaranlage finanzieren?

Sie haben Sie verschiedene Möglichkeiten, eine Solaranlage zu finanzieren, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten. Neben der klassischen Eigenkapitalfinanzierung können Sie spezielle Kredite der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Anspruch nehmen. Die Wahl der Finanzierung sollte stets auf die individuellen finanziellen Verhältnisse und die geplante Anlagengröße abgestimmt werden, um die Belastung während der Amortisationsphase gering zu halten.

Von diesen Unterstützungen und finanziellen Anreizen können Sie profitieren, wenn Sie eine Solaranlage kaufen:

  • Einspeisevergütung: Die Einnahmen aus dem Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird, verbessern die Wirtschaftlichkeit der Anlage.
  • KfW-Förderung: Zinsgünstige Darlehen der KfW – beispielsweise aus dem Programm Erneuerbare Energien – Standard (270) – dienen zur Finanzierung der Anschaffung.
  • Regionale Förderprogramme: Einige Bundesländer, Landkreise oder Kommunen bieten zusätzliche Zuschüsse oder Förderkredite an.
  • Steuerliche Vorteile: Für Anlagen und deren Komponenten wurde die Mehrwertsteuer auf 0 % gesenkt, was die Anschaffungskosten unmittelbar reduziert.
  • Einkommensteuerbefreiung: Die Einnahmen und Entnahmen aus kleinen bis mittelgroßen Anlagen sind in vielen Fällen von der Einkommensteuer befreit, was die steuerliche Komplexität verringert.


Kann ich den Kauf einer Solaranlage über die KfW finanzieren?

Ja, die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet spezielle Förderprogramme an, mit denen der Kauf einer Solaranlage und deren Installation finanziert werden können. Das bekannteste Programm ist das KfW-Programm Erneuerbare Energien – Standard (270). Dieses Programm stellt zinsgünstige Kredite für die Investition in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, einschließlich Photovoltaik und Speichersystemen, zur Verfügung. 

Diese Finanzierungsoption ist besonders attraktiv, da sie darauf abzielt, die anfängliche finanzielle Belastung für private und gewerbliche Investoren zu senken und somit den Ausbau von umweltfreundlicher Energieerzeugung zu unterstützen. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die aktuellen Konditionen und Antragsvoraussetzungen auf der offiziellen Webseite der KfW zu informieren. 

Wichtige Voraussetzungen für die KfW-Förderung, wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten:

  • Die Anlage muss dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und in Deutschland errichtet werden.
  • Die Antragstellung muss zwingend vor Beginn des Vorhabens – also schon vor der Bestellung der Solaranlage – über einen Finanzierungspartner (z. B. Bank, Sparkasse) erfolgen.
  • Es werden sowohl neue Anlagen als auch die Erweiterung bestehender Anlagen sowie die Nachrüstung von Speichern gefördert.
  • Die Förderung ist für alle privaten und gewerblichen Betreiber von Anlagen zugänglich.
  • Für die Einhaltung technischer Mindestanforderungen und die korrekte Installation muss ein Fachunternehmen beauftragt werden.


Fördert die BAFA den Kauf einer Solaranlage?

Die BAFA (Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert den Kauf von reinen Solaranlagen im Allgemeinen nicht direkt über eigene Zuschussprogramme. Die zentrale Förderung für die Stromerzeugung aus Solarenergie erfolgt hauptsächlich über die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) und über zinsgünstige Darlehen der KfW-Bankengruppe. 

Allerdings spielt die BAFA eine wichtige Rolle bei der Förderung von Solarthermie, bei der Wärme erzeugt wird, sowie bei der Kombination von Anlagen mit anderen Systemen. Aktuelle und detaillierte Informationen zu allen gültigen BAFA-Programmen finden Sie auf der offiziellen Website.

Voraussetzungen für BAFA-Förderungen (im BEG-Kontext), wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten:

  • Die Anlage muss durch ein Fachunternehmen errichtet werden, das in die Handwerksrolle eingetragen ist.
  • Es müssen bestimmte technische Mindestanforderungen an die Effizienz und die Komponenten erfüllt werden.
  • Die Antragstellung muss zwingend vor der Auftragserteilung an das Installationsunternehmen bei der BAFA erfolgen.
  • Die Förderung ist an die Einhaltung bestimmter Fördersätze und die Vorlage aller erforderlichen Nachweise gebunden.
  • Es muss eine Bestätigung des Energieberaters vorliegen, wenn die Förderung für eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus beantragt wird.


Kann ich den Kauf einer Solaranlage von der Steuer absetzen?

Die steuerliche Behandlung beim Kauf einer Solaranlage hat sich in den letzten Jahren zugunsten der privaten Betreiber entwickelt. Die wichtigste Neuerung betrifft die Mehrwertsteuer auf die Anschaffungs- und Installationskosten. Seit dem 1. Januar 2023 gilt ein Steuersatz von 0 % für Anlagen bis zu 30 kWp, die auf oder in der Nähe von Wohngebäuden installiert werden. Dies reduziert die Kaufsumme unmittelbar.

Darüber hinaus wurden auch die Einnahmen aus dem Betrieb der meisten privaten Solaranlagen von der Einkommensteuer befreit. Das bedeutet, dass die Erträge aus dem Verkauf von Überschussstrom an den Netzbetreiber in der Regel nicht mehr als steuerpflichtige Einnahmen zählen. 

Dann ist eine Photovoltaikanlage steuerfrei:

  • Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer): Für die Lieferung und Montage von PV-Anlagen und Speichern bis 30 kWp gilt ein Satz von 0 %. Dadurch entfällt die sonst notwendige Umsatzsteuervoranmeldung und -erstattung.
  • Einkommensteuer-Befreiung: Einnahmen aus dem Betrieb von PV-Anlagen bis zu 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind von der Einkommensteuer befreit – ebenso wie die Entnahme des selbst genutzten Stroms.
  • Keine Gewerbeanmeldung: Durch die steuerliche Vereinfachung entfällt für die meisten privaten Betreiber die Notwendigkeit, ein Gewerbe anzumelden.
  • Abschreibung (kurz: AfA): Für gewerblich betriebene, größere Anlagen besteht weiterhin die Möglichkeit, die Anschaffungskosten über die Nutzungsdauer der Anlage steuerlich geltend zu machen.
  • Gewerbesteuer-Befreiung: Private PV-Anlagenbetreiber sind in der Regel von der Gewerbesteuer befreit, da kein steuerpflichtiger Gewerbebetrieb angenommen wird.


7. Muss ich eine Solaranlage nach dem Kauf anmelden?

Ja, wer eine Solaranlage kaufen möchte, muss die Solaranlage anmelden. Unabhängig von der Größe der Anlage müssen Sie die Installation sowohl beim Netzbetreiber als auch bei der zuständigen Bundesbehörde registrieren lassen. Diese Pflicht ist gesetzlich im Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie in der Marktstammdatenregisterverordnung verankert. 

Die Verantwortung für die fristgerechte Anmeldung beim Netzbetreiber liegt zwar meist beim installierenden Fachbetrieb, aber der Betreiber selbst ist rechtlich für die Registrierung im Marktstammdatenregister zuständig. Wird die Anmeldung versäumt oder falsch durchgeführt, kann dies zu empfindlichen Kürzungen der Einspeisevergütung oder sogar zu Bußgeldern führen. 

Wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten, müssen Sie diese bei diesen Stellen nach der Installation anmelden:

  • Örtlicher Netzbetreiber: Die Anlage muss vor der Installation bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Dieser prüft die technischen Voraussetzungen und genehmigt den Netzanschluss. Nach der Fertigstellung erfolgt die Abnahme durch den Netzbetreiber.
  • Marktstammdatenregister: Spätestens 4 Wochen nach der Inbetriebnahme muss die Solaranlage bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister registriert werden. Dies ist eine gesetzliche Pflicht des Anlagenbetreibers.
  • Finanzamt: Durch die steuerlichen Vereinfachungen für kleine PV-Anlagen bis 30 kWp ist eine gesonderte Meldung zur Ertragssteuer meist nicht mehr nötig, da die Einnahmen befreit sind. Es empfiehlt sich dennoch, sich steuerlich beraten zu lassen.


Wie melde ich die Anlage an?

Die Anmeldung Ihrer Anlage ist ein mehrstufiger Prozess, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Anspruch auf die Einspeisevergütung zu haben. Die wichtigste Grundlage ist die fristgerechte Registrierung bei 2 zentralen Stellen: dem örtlichen Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur. 

Der Fachbetrieb, der die Installation vornimmt, übernimmt in der Regel die Kommunikation und die technischen Anmeldeunterlagen für den Netzbetreiber. Der Anlagenbetreiber selbst ist jedoch gesetzlich verpflichtet, die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur vorzunehmen. Dies muss spätestens 4 Wochen nach der Inbetriebnahme geschehen. 

Schrittfolge zur Anmeldung

  • Voranmeldung beim Netzbetreiber: Ihr Solarpartner meldet die geplante Anlage mit allen technischen Daten beim zuständigen Netzbetreiber an, um die Netzanbindung zu prüfen und eine Genehmigung zu erhalten.
  • Installation: Nach der Freigabe durch den Netzbetreiber erfolgt die Montage der Solaranlage und des Wechselrichters durch den Fachbetrieb.
  • Fertigmeldung und Abnahme: Der Installateur meldet die Fertigstellung an den Netzbetreiber. Dieser nimmt die Anlage ab und veranlasst den Austausch des Stromzählers gegen einen Zweirichtungszähler.
  • Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR): Sie als Betreiber müssen die Anlage spätestens 4 Wochen nach der Inbetriebnahme über das Online-Portal der Bundesnetzagentur selbst registrieren.
  • Meldung an das Finanzamt: Obwohl die Einnahmen meist von der Einkommensteuer befreit sind, muss die Anlage dem Finanzamt angezeigt werden, um die steuerlichen Vereinfachungen zu nutzen.


8. FAQ zum Kauf einer Solaranlage


Was spricht für den Kauf einer Solaranlage?

Die Entscheidung für eine Solaranlage ist ein klares Bekenntnis zu einer modernen und unabhängigen Lebensweise. Es geht dabei nicht nur darum, die Umwelt zu schonen, sondern auch darum, ökonomische Stabilität für das eigene Zuhause zu schaffen. Wer in Solarenergie investiert, legt den Grundstein für eine verlässliche und kalkulierbare Energieversorgung, die von globalen Marktpreisschwankungen weitgehend entkoppelt ist. 

Gründe, die für den Kauf einer Solaranlage sprechen:

– Erhöhte Autarkie: Durch die Eigenproduktion von Strom wird die Abhängigkeit vom öffentlichen Energieversorger reduziert.
– Inflationsschutz: Die Kosten für den selbst erzeugten Solarstrom sind über die gesamte Laufzeit der Anlage fixiert, im Gegensatz zu den unvorhersehbaren Netzstrompreisen.
– Garantierte Einnahmen: Die staatlich festgelegte Einspeisevergütung sichert Ihnen feste Einnahmen für den nicht selbst verbrauchten Strom über 20 Jahre.
– Ökologischer Fußabdruck: Sie reduzieren die CO₂-Emissionen Ihres Haushalts erheblich und leisten einen aktiven Beitrag zur Energiewende.
– Nachhaltige Mobilität: Die Solaranlage ermöglicht die kostengünstige und umweltfreundliche Ladung eines Elektroautos mit eigenem Strom.
– Vollversorgung des Hauses: In Kombination mit einer Wärmepumpe kann die Anlage das gesamte Haus mit selbst erzeugter Energie für Heizung und Warmwasser versorgen.
– Langfristige Sicherheit: Moderne Solarmodule sind extrem langlebig und bieten Herstellergarantien, die oft 25 Jahre und länger umfassen.
– Immobilienaufwertung: Das Haus gewinnt durch die moderne, energieeffiziente Technik an Attraktivität und Wert.


Was spricht gegen den Kauf einer Solaranlage?

Auch wenn die Vorteile einer Solaranlage oft überwiegen, gibt es einige Faktoren, die gegen einen Kauf sprechen können oder zumindest eine kritische Abwägung erfordern. Der offensichtlichste Punkt ist die hohe initiale Investition, die zunächst getätigt werden muss, bevor sich die Anlage über die Stromeinsparungen amortisiert. Aber auch andere Überlegungen sind nicht zu unterschätzen.

Gründe, die gegen den Kauf sprechen können:

– Hohe Anfangskosten: Die Anschaffung von Modulen, Wechselrichter und ggf. Speicher erfordert eine erhebliche finanzielle Vorleistung.
– Flächenbedarf: Eine optimale Anlage benötigt eine große, ununterbrochene Dachfläche, die nicht auf jedem Gebäude gegeben ist.
– Notwendigkeit eines Speichers: Ohne Stromspeicher kann der tagsüber erzeugte Strom nicht nachts genutzt werden, was den Eigenverbrauch limitiert.
– Bauliche Einschränkungen: Die Statik des Daches muss das Gewicht der Anlage tragen können, und eine Sanierung vorab kann zusätzliche Kosten verursachen.
– Optische Veränderung: Für manche Eigentümer stellt die sichtbare Installation der Module eine ästhetische Beeinträchtigung des Gebäudes dar.
– Amortisationsdauer: Obwohl die Anlage lange hält, kann es je nach Stromverbrauch und Standort 10 bis 15 Jahre dauern, bis sich die Investition vollständig rentiert.
– Bürokratischer Aufwand: Trotz Vereinfachungen sind die Anmeldepflichten beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister unvermeidlich.


Was ist wichtig, nachdem ich eine Solaranlage gekauft habe?

Nachdem die Solaranlage erfolgreich installiert wurde, sind einige wichtige Schritte zu beachten, um einen langfristig sicheren und wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. An erster Stelle steht die gesetzlich vorgeschriebene Anmeldung beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur, die Ihnen den Anspruch auf die Einspeisevergütung sichert. Ebenso wichtig ist es, sich um den Versicherungsschutz zu kümmern, da die Anlage einen erheblichen Wert darstellt und gegen Schäden wie Hagel, Sturm oder Blitzschlag geschützt werden muss.

Darüber hinaus sollten Sie regelmäßig die Solaranlage reinigen. Gleiches gilt für die Wartung der Solaranlage, denn: Obwohl Solaranlagen als wartungsarm gelten, stellen regelmäßige Überprüfungen der Leistung und der Komponenten die maximale Stromproduktion sicher.


Was tun, wenn die Solaranlage nach dem Kauf Probleme macht?

Wenn Ihre Solaranlage nach dem Kauf und der Installation Probleme bereitet – sei es durch Minderleistung oder einen Totalausfall – stehen Ihnen als Käufer verschiedene Gewährleistungs- und Garantieansprüche zu. Darüber hinaus gewähren die Hersteller von Solarmodulen und Wechselrichtern oft eigene Produktgarantien sowie Leistungsgarantien für die Module.

Schrittfolge bei Problemen mit der Solaranlage:

– Problem dokumentieren: Erfassen Sie den Fehler genau – z. B. durch Fotos, Fehlermeldungen des Wechselrichters oder Aufzeichnungen der Minderleistung.
– Fachbetrieb kontaktieren: Melden Sie den Mangel unverzüglich und schriftlich dem installierenden Fachbetrieb. Setzen Sie dabei eine angemessene Frist zur Behebung des Problems.
– Garantieunterlagen prüfen: Suchen Sie die Produkt- und Leistungsgarantien der Hersteller heraus – falls das Problem direkt an einer Komponente liegt.
– Leistungsüberwachung nutzen: Überprüfen Sie die Daten im Online-Portal der Anlage – zeigt der Wechselrichter einen Fehlercode an, suchen Sie diesen im Handbuch oder online.
– Verbraucherberatung hinzuziehen: Wird der Mangel innerhalb der gesetzten Frist nicht behoben oder bestreitet der Solarteur die Verantwortung, kann die Verbraucherzentrale oder ein Anwalt für Baurecht hinzugezogen werden.
– Netzbetreiber informieren (bei Störung): Bei größeren Störungen, die das Stromnetz betreffen, sollte auch der Netzbetreiber informiert werden.