Das Wichtigste in Kürze

  • Die maximale Einspeiseleistung beim Balkonkraftwerk ist gesetzlich auf 800 Watt begrenzt, um die vereinfachte Anmeldung zu nutzen.
  • Sie zahlen beim Kauf keine Mehrwertsteuer und die Erträge sind von der Einkommensteuer befreit.
  • Die Anlage gilt als privilegierte Maßnahme: Vermieter oder Eigentümergemeinschaften dürfen die Montage nur noch selten ablehnen.
  • Obwohl die Installation per Stecker erfolgt, muss das System zwingend im Marktstammdatenregister registriert werden.
  • Die geringen Anschaffungskosten führen dazu, dass sich die Investition durch die gesparten Stromkosten oft schon nach 2 bis 3 Jahren amortisiert.


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1. Was ist ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk ist eine kompakte Photovoltaikanlage, die Sie direkt an Ihr häusliches Stromnetz anschließen. Sie besteht in der Regel aus 1 bis 4 Solarmodulen und einem Wechselrichter. Der Wechselrichter wandelt die Sonnenenergie in nutzbaren Strom um. Diesen speisen Sie einfach über eine Steckdose in Ihren Haushalt ein und versorgen damit laufende Geräte wie Kühlschrank oder Router.

Je nach Wohnsituation eignen sich unterschiedliche Varianten:

  • Montage am Balkongeländer: Sie befestigen die Module platzsparend direkt am Gitter Ihres Balkons. Das ist die klassische Anwendung und ideal für Mieter.
  • Aufständerung für den Garten: Mit einem Gestell stellen Sie die Anlage flexibel auf die Wiese oder die Terrasse. Sie richten die Module so exakt zur Sonne aus.
  • Installation auf dem Flachdach: Beschwerte Aufständerungen ermöglichen den sicheren Stand auf Garagen oder Carports. Sie müssen dafür in der Regel nicht in das Dach bohren.
  • Wandmontage an der Fassade: Sie bringen die Module senkrecht oder leicht angewinkelt an der Hauswand an. Das bietet sich an, wenn andere Flächen fehlen.
  • Befestigung auf dem Schrägdach:  Sie montieren die Mini-Anlage mit Dachhaken fest auf den Ziegeln. So nutzen Sie auch kleine Dachflächen effizient für die Stromerzeugung.


2. Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?

Die Funktionsweise ist technisch sehr ausgereift und dennoch leicht zu verstehen: Die Solarmodule nehmen das Sonnenlicht auf und wandeln es in elektrischen Gleichstrom um. Ein kleiner Wechselrichter formt diesen Gleichstrom anschließend in den für den Haushalt üblichen Wechselstrom um. Über ein Kabel fließt die Energie dann direkt durch die Steckdose in das Heimnetz.

Die laufenden Geräte wie Kühlschrank oder Router verbrauchen diesen Solarstrom automatisch zuerst. Sie selbst beziehen dadurch weniger Energie vom Versorger und Ihr Stromzähler läuft langsamer.

Diese Komponenten sorgen für den reibungslosen Betrieb:

  • Solarmodul: Es fängt die Sonnenenergie ein und produziert den Strom. Moderne Module liefern auch bei leichter Bewölkung noch nennenswerte Erträge.
  • Wechselrichter: Das Gerät wandelt den Strom um und sorgt für die Sicherheit. Es überwacht die Netzfrequenz und schaltet die Anlage bei Stromausfall oder gezogenem Stecker sofort ab.
  • Anschlusskabel: Das Kabel verbindet den Wechselrichter mit der Außensteckdose. Sie können dabei in der Regel zwischen einem normalen Haushaltsstecker oder einem speziellen Einspeisestecker wählen.
  • Montagesystem: Das Gestell oder die Haken fixieren die Module sicher an ihrem Platz. Eine stabile Befestigung schützt die Anlage auch bei starkem Wind vor Schäden.


Kann ich mein Balkonkraftwerk direkt in die Steckdose stecken?

Ja, das ist problemlos möglich und macht diese Technik so attraktiv. Sie nutzen dafür in der Regel einen gewöhnlichen Schutzkontaktstecker, wie Sie ihn von anderen Haushaltsgeräten kennen. Sobald Sie den Stecker in die Außensteckdose stecken, synchronisiert sich der Wechselrichter mit dem Netz. Der selbst erzeugte Strom fließt sofort zu Ihren Verbrauchern im Haus.

Achten Sie für einen sicheren Betrieb auf folgende Punkte:

  • Direkter Wandanschluss: Verbinden Sie die Anlage immer direkt mit der Wandsteckdose. Sie sollten keine Mehrfachstecker oder Verlängerungskabel dazwischenschalten, um eine Überhitzung zu vermeiden.
  • Zustand der Steckdose: Ihre Außensteckdose muss technisch einwandfrei sein und fest in der Wand sitzen. Alte oder wackelige Dosen lassen Sie besser vorher von einem Fachmann prüfen.
  • Schutz vor Nässe: Die Steckdose muss für den Außenbereich zugelassen sein. Eine Klappe oder ein spezielles Gehäuse schützt die Kontakte zuverlässig vor Regen und Feuchtigkeit.
  • Belastung des Stromkreises: Betreiben Sie an derselben Sicherung möglichst keine weiteren großen Stromfresser gleichzeitig. So verhindern Sie, dass die Sicherung bei voller Sonnenleistung herausspringt.


3. Welche Balkonkraftwerke gibt es?

Die meisten Angebote unterscheiden sich durch die Anzahl der Solarmodule und die Art der Befestigung. So gibt es klassische Sets mit stabilen Glas-Rahmen oder besonders leichte Varianten aus flexiblem Kunststoff. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Leistungsklasse des Wechselrichters. Kleine Systeme mit einem Modul passen auf fast jeden Balkon, während Sets mit mehreren Platten und einem Speicher den höchsten Grad an Unabhängigkeit bieten.

Hier sehen Sie die gängigen Varianten im Überblick:

Art der AnlageMerkmaleIdealer Einsatzbereich
1-Modul-SetBesteht aus einem Panel und einem Wechselrichter. Die Leistung liegt oft bei 400 bis 500 Watt Peak.Für kleine Stadtbalkone mit wenig Platz und geringem Grundverbrauch
2-Modul-SetDer Standard mit 2 Panels. Der Wechselrichter regelt die Einspeisung auf die erlaubten 800 Watt ab.Für Haushalte mit Platz am Geländer oder im Garten für maximale Ersparnis
XXL-Set
(4 Module)
4 Module liefern auch bei Bewölkung viel Energie. Der Wechselrichter begrenzt weiterhin auf 800 Watt.Für Standorte mit Verschattung oder schlechter Ausrichtung (z. B. Nordseite)
Flexible ModuleDie Panels wiegen nur wenige Kilogramm und lassen sich biegen. Sie nutzen oft Kabelbinder zur Montage.Für Balkone mit Gewichtsbeschränkung oder geschwungene Geländer
Anlage mit SpeicherEin Akku speichert den Strom vom Mittag für den Abend. Sie nutzen die Energie zeitversetzt.Für Berufstätige, die tagsüber wenig Strom verbrauchen


Welches Balkonkraftwerk hat bei Stiftung Warentest am besten abgeschnitten?

Stiftung Warentest hat im Mai 2025 insgesamt acht steckerfertige Solaranlagen genau unter die Lupe genommen. Die Prüfer untersuchten dabei nicht nur den Stromertrag, sondern vor allem die Sicherheit und die Stabilität der Halterungen bei Wind.

Auch die Handhabung spielte eine große Rolle für das Gesamtergebnis. Ein gutes Set muss sich leicht aufbauen lassen und verständliche Anleitungen bieten. Viele Modelle lieferten zwar gut Strom, zeigten aber Schwächen bei der Dokumentation oder sendeten Störsignale ins Netz. Insgesamt zeigt der Test, dass nur wenige Anlagen eine sinnvolle Investition darstellen und in ihrer Gesamtleistung deutlich hinter herkömmlichen Solaranlagen zurückliegen.

Hier finden Sie den vollständigen Testbericht direkt bei Stiftung Warentest.


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Ist ein Balkonkraftwerk mit 4 Modulen sinnvoll?

​​Ja, die Investition in ein Set mit 4 Modulen kann sinnvoll sein, auch wenn der Wechselrichter nur 800 Watt ins Haus lässt. Der große Vorteil liegt nicht in der absoluten Spitzenleistung, sondern in der Ausbeute bei schwierigen Bedingungen.

Durch die verdoppelte Modulfläche fangen Sie nämlich deutlich mehr Licht ein. Das garantiert Ihnen eine stabile Stromversorgung auch bei Wolken, im Winter oder wenn die Sonne nicht optimal steht.

Diese Argumente sprechen für die größere Anlage:

  • Stabile Erträge bei schlechtem Wetter: Je mehr Fläche Sie haben, desto mehr Strom fließt auch bei bewölktem Himmel. Ihr Kühlschrank läuft so auch an grauen Tagen fast kostenlos.
  • Längere Nutzungsdauer am Tag: Sie erreichen die maximale Leistung von 800 Watt schon früh am Morgen und halten sie bis spät am Abend. Sie nutzen den Tag somit voll aus.
  • Flexibilität bei der Ausrichtung: Sie können 2 Module nach Osten und zwei nach Westen drehen. Damit erzeugen Sie genau dann viel Strom, wenn Sie ihn morgens und abends wirklich brauchen.
  • Bessere Ausbeute im Winter: In der dunklen Jahreszeit zählt jeder Sonnenstrahl. Vier Module kompensieren die schwache Wintersonne und liefern auch im Dezember noch nennenswerte Ergebnisse.


Ist ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt sinnvoll?

Eine Solaranlage mit 2.000 Watt Modulleistung ist sinnvoll, wenn Sie genügend Platz für 4 bis 5 Module haben. Diese hohe Leistung sorgt dafür, dass Ihr Speicher auch an trüben Tagen voll wird und Sie im Winter deutlich mehr Strom ernten.

Wichtig ist hierbei die Unterscheidung zwischen der Leistung der Module und des Wechselrichters. Damit die Anlage als anmeldefreies Balkonkraftwerk gilt, muss der Wechselrichter die Abgabe in Ihr Hausnetz zwingend auf 800 Watt begrenzen.

Hier sehen Sie, welche Leistungsklasse zu welchem Bedarf passt:

  • 800 bis 900 Watt: Diese Größe ist der Standard für Einsteiger mit wenig Platz. Sie erreichen bei gutem Wetter schnell die maximale Einspeisung, haben aber bei Wolken kaum Reserven.
  • 1.000 bis 1.600 Watt: Diese Dimensionierung gilt oft als das optimale Verhältnis aus Kosten und Nutzen. Sie produzieren auch morgens und abends genug Energie, um Ihren Grundbedarf zu decken.
  • 2.000 Watt und mehr: Diese Variante lohnt sich vor allem in Kombination mit einem großen Akku. Sie fangen selbst schwaches Licht effizient ein und nutzen die erlaubten 800 Watt fast immer voll aus.


4. Was kostet ein Balkonkraftwerk?

Die Preise für Balkonkraftwerke sind in den letzten Monaten stark gefallen. Ein einfaches Einsteiger-Set amortisiert sich oft schon nach weniger als 2 Jahren. Die genauen Kosten hängen primär von der Anzahl der Solarmodule und dem gewählten Zubehör ab.

Ein weiterer entscheidender Preisfaktor ist die Halterung. Viele günstige Angebote enthalten nur die nackten Module und den Wechselrichter. Für stabile Haken, Aufständerungen oder Speicher müssen Sie ein zusätzliches Budget einplanen.

Hier sehen Sie eine aktuelle Preisübersicht für verschiedene Ausführungen:

Art der AnlagePreisspanneInhalt & Anmerkung
Einsteiger-Set200–350 €1 Modul, Wechselrichter – deal zum Ausprobieren oder für sehr kleine Balkone
Standard-Set300–600 €2 Module, Wechselrichter (800W) – das häufigste Modell mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis
XXL-Set600–1.000 €4 Module, Wechselrichter (auf 800W gedrosselt) – höhere Kosten, aber mehr Ertrag bei Wolken
Set mit Speicher900–2.000 €Inklusive Akku (ca. 1,6 bis 3 kWh) – deutlich teurer, erhöht aber die Unabhängigkeit massiv
Flexible Module400–700 €2-4 leichte Kunststoff-Module – Aufpreis für das geringe Gewicht und die Biegsamkeit.


5. Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Die Antwort lautet in fast allen Fällen ja. Bei den derzeitigen Strompreisen senken Sie Ihre Rechnung sofort und behalten mehr Geld für andere Dinge übrig. Gleichzeitig tun Sie aktiv etwas Gutes für die Umwelt. Sie produzieren saubere Energie direkt vor Ort und reduzieren Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck deutlich.

Hier sehen Sie alle Vorteile auf einen Blick:

VorteilErklärung
Kleinere StromrechnungDer selbst erzeugte Strom versorgt Ihre Geräte – der Zähler läuft langsamer und Sie zahlen weniger an den Versorger.
Schnelle AmortisationDie Anschaffungskosten sind niedrig – oft haben Sie das investierte Geld schon nach 2 bis 3 Jahren durch Einsparungen wieder drin.
Aktiver KlimaschutzSie erzeugen 100 % erneuerbare Energie – damit vermeiden Sie schädliche Emissionen aus Kohle- oder Gaskraftwerken.
Einfache HandhabungDie Installation gelingt ohne Fachwissen – Sie stecken die Anlage einfach in die Steckdose und produzieren sofort los.
Hohe FlexibilitätBei einem Umzug nehmen Sie das Kraftwerk einfach mit – es ist nicht fest mit dem Gebäude verbaut und gehört Ihnen.
Lange LebensdauerSolarmodule halten oft 20 bis 30 Jahre – nach der kurzen Rückzahlungszeit profitieren Sie jahrzehntelang von kostenlosem Strom.


Warum lohnt sich ein Balkonkraftwerk nicht?

Obwohl die Technik fast immer spart, gibt es Situationen, in denen sich die Anschaffung kaum rechnet. Das liegt meistens an einem Standort, der dauerhaft im Schatten liegt oder direkt nach Norden zeigt.

Auch falsche Erwartungen führen oft zu Enttäuschung. Die kleinen Anlagen decken lediglich den Grundbedarf ab und können keine großen Verbraucher wie Durchlauferhitzer oder Elektroheizungen allein versorgen.

Hier finden Sie die Punkte, die gegen eine Anschaffung sprechen könnten:

NachteilErklärung
Falscher StandortWenn Ihr Balkon nach Norden zeigt oder große Bäume die Sonne verdecken, erzeugen Sie kaum Strom.
Kein NotstromFällt das öffentliche Netz aus, schaltet sich auch Ihre Solaranlage aus Sicherheitsgründen sofort ab.
Verschenkte EnergieVerbrauchen Sie den Strom mittags nicht selbst, fließt er meist ohne Vergütung kostenlos ins allgemeine Netz.
Mietrechtliche HürdenIn manchen Fällen müssen Sie trotz Gesetzesänderungen noch klären, ob und wie Sie Module an der Fassade anbringen dürfen.
Begrenzte LeistungDie Anlage unterstützt Ihren Haushalt, macht Sie aber nicht komplett autark vom Energieversorger.


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6. Was bringt ein Balkonkraftwerk?

Der konkrete Ertrag einer Anlage hängt vor allem von der Ausrichtung und dem Standort ab. Ein Südbalkon liefert über das Jahr gesehen die meiste Energie, während Ost- und Westausrichtungen den Strom passend zum Frühstück oder Feierabend produzieren.

Vermeiden Sie dabei Schatten durch Bäume oder Nachbargebäude, da diese die Leistung spürbar mindern. Auch der Neigungswinkel spielt eine Rolle: Ein Winkel von 30 bis 35 Grad gilt in unseren Breitengraden als optimal für die Sommer- und Wintersonne.

Im Durchschnitt erzeugt ein gut ausgerichtetes 800-Watt-System in Deutschland etwa 600 bis 800 Kilowattstunden pro Jahr. Bei den aktuellen Strompreisen senken Sie Ihre jährlichen Kosten damit um rund 180 bis 240 €.


Was bringt ein 600-Watt-Balkonkraftwerk am Tag?

Die tägliche Stromausbeute schwankt naturgemäß und hängt stark vom Wetter sowie der Jahreszeit ab. An einem klaren Sommertag ernten Sie ein Vielfaches der Energie, die an einem grauen Wintertag möglich ist.

Auch die Ausrichtung Ihres Balkons spielt eine entscheidende Rolle für den Tagesertrag. Module, die genau nach Süden zeigen, liefern zur Mittagszeit die höchste Leistung, während Ost-West-Anlagen die Erzeugung breiter über den Tag verteilen.

So viel Strom können Sie an beispielhaften Tagen erwarten:

  • Sonniger Sommertag: Sie erzeugen bis zu 3,5 kWh Strom. Damit betreiben Sie Ihren Kühlschrank und lassen zusätzlich die Waschmaschine einmal kostenlos waschen.
  • Leicht bewölkter Frühlingstag: Die Anlage liefert etwa 1,5 kWh. Das genügt meistens, um den dauerhaften Standby-Verbrauch Ihrer Geräte und das Homeoffice abzudecken.
  • Trüber Wintertag: Der Ertrag sinkt auf rund 0,2 bis 0,5 kWh. Auch wenn das wenig klingt, summiert sich dieser kleine Beitrag über die dunklen Monate hinweg trotzdem.


Was bringt ein 800-Watt-Balkonkraftwerk am Tag?

Die höhere Einspeisung von 800 Watt spüren Sie vor allem in der sonnenreichen Mittagszeit. Sie decken damit nicht nur den Standby-Verbrauch ab, sondern betreiben auch kurzzeitige Verbraucher wie die Kaffeemaschine oder den Toaster oft direkt mit Sonnenstrom.

Natürlich schwanken die Werte auch hier je nach Wetterlage stark. Im Sommer nutzen Sie die höhere Leistungsgrenze des Wechselrichters voll aus, während im Winter vor allem die Größe und Anzahl der Module über den Ertrag entscheidet.

Mit diesen Strommengen können Sie pro Tag rechnen:

  • Strahlender Sommertag: Die Anlage produziert bis zu 4,5 bis 5 kWh. Damit läuft Ihre Grundlast durchgehend und Sie können zusätzlich eine Waschmaschine oder den Geschirrspüler gratis nutzen.
  • Wolkiger Tag im Frühling: Sie ernten etwa 2 kWh Energie. Das genügt vollkommen für den Kühlschrank, den WLAN-Router und das Laden von Smartphone oder Laptop im Homeoffice.
  • Dunkler Wintertag: Der Ertrag liegt oft nur bei 0,3 bis 0,8 kWh. Da Ihr Haus diesen Strom aber zu 100 € sofort verbraucht, sparen Sie auch hier jeden Tag effektiv Geld.


Was bringt ein 2.000-Watt-Balkonkraftwerk am Tag?

Bei einer Anlage mit 2.000 Watt Modulleistung profitieren Sie vor allem von enormen Reserven. Der Wechselrichter drosselt die Einspeisung zwar auf die erlaubten 800 Watt, aber diese Höchstgrenze erreichen Sie wesentlich früher und halten sie länger.

Das bedeutet für Sie eine sehr stabile Stromversorgung von morgens bis abends. Selbst wenn dicke Wolken aufziehen, fängt die große Modulfläche oft noch genug Licht ein, um Ihren Grundbedarf komplett zu decken.

So sehen die Erträge an verschiedenen Tagen aus:

  • Strahlender Sommertag: Sie erzeugen etwa 5 bis 6 kWh. Da die Anlage über viele Stunden auf Volllast läuft, lohnt sich hier oft ein Speicher, um die überschüssige Energie für die Nacht zu sichern.
  • Bewölkter Tag im Frühling: Sie ernten immer noch starke 3 bis 4 kWh. Hier spielt das große Set seine Stärken voll aus und liefert oft doppelt so viel Strom wie eine kleine Standard-Anlage.
  • Trüber Wintertag: Der Ertrag liegt bei 1 bis 1,5 kWh. Die vielen Module kompensieren das schwache Licht und sorgen dafür, dass Sie auch im Dezember nennenswert sparen.


7. Welche Voraussetzungen sind für ein Balkonkraftwerk zu erfüllen?

Der Gesetzgeber hat die Hürden für den Einstieg in die Photovoltaik deutlich gesenkt. Mieter und Wohnungseigentümer haben nun einen gesetzlichen Anspruch auf die Installation, was die Umsetzung deutlich erleichtert.

Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, damit der Betrieb reibungslos und sicher läuft. Offizielle Details zu den rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie unter anderem direkt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Diese Voraussetzungen sollten Sie vor dem Kauf prüfen:

  • Geeigneter Aufstellort: Sie benötigen eine Fläche, die möglichst frei von Schatten ist. Ein Balkon, eine Terrasse oder ein Garagendach mit Ausrichtung nach Süden, Osten oder Westen eignen sich bestens.
  • Information an Vermieter oder Hausverwaltung: Sie müssen Ihr Vorhaben ankündigen. Da die Solaranlage nun als privilegierte Maßnahme gilt, darf die Zustimmung jedoch nur noch in sehr seltenen Ausnahmefällen verweigert werden.
  • Vorhandene Außensteckdose: Für den Anschluss genügt in der Regel eine haushaltsübliche Schutzkontaktsteckdose. Diese muss sich in der Nähe des Standorts befinden, da Verlängerungskabel vermieden werden sollten.
  • Geeigneter Stromzähler: Ihr Zähler sollte idealerweise eine Rücklaufsperre besitzen oder digital sein. Übergangsweise duldet der Gesetzgeber aktuell aber oft auch noch alte Zähler, bis der Messstellenbetreiber diese tauscht.
  • Internetzugang für die Anmeldung: Sie sind verpflichtet, die Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur einzutragen. Das ist ein kostenloser und einfacher Online-Prozess.


Muss man ein Balkonkraftwerk anmelden?

Ja, die Registrierung Ihrer Anlage ist gesetzlich vorgeschrieben. Seit der Einführung des Solarpakets 1 ist dieser Prozess für Sie jedoch deutlich einfacher und unbürokratischer geworden.

Sie müssen Ihre Anlage lediglich im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eintragen. Die früher notwendige und oft komplizierte Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt das System nun automatisch für Sie.

In diesen Fällen müssen Sie tätig werden:

  • Inbetriebnahme der Anlage: Sobald Sie das Balkonkraftwerk an das Stromnetz anschließen, müssen Sie es innerhalb von 1 Monat im Marktstammdatenregister eintragen.
  • Mietwohnung oder Eigentümergemeinschaft: Planen Sie die Montage an der Außenfassade oder dem Geländer, müssen Sie Ihren Vermieter oder die Verwaltung vorab informieren und um Erlaubnis bitten.
  • Änderung der technischen Daten: Tauschen Sie den Wechselrichter aus oder erhöhen Sie die Anzahl der Module, müssen Sie diese Daten ebenfalls im Register aktualisieren.
  • Stilllegung der Anlage: Sollten Sie das Kraftwerk abbauen und dauerhaft nicht mehr nutzen, sind Sie verpflichtet, es auch im Register offiziell wieder abzumelden.


Ist ein Balkonkraftwerk mit 4 Modulen erlaubt?

Ja, das ist grundsätzlich erlaubt und sogar empfehlenswert, um höhere Erträge im Winter zu erzielen. Das Gesetz erlaubt für steckerfertige Solaranlagen eine installierte Modulleistung von bis zu 2.000 Watt.

Da moderne Standardmodule meist eine Leistung von 430 bis 450 Watt haben, bleiben Sie mit 4 Stück sicher unter dieser Grenze (4 x 450 = 1800 Watt). Wichtig ist dabei nur, dass der verwendete Wechselrichter die Abgabe ins Hausnetz zuverlässig auf 800 Watt begrenzt.

In diesen Fällen ist der Betrieb zulässig oder verboten:

  • Erlaubt: Modulleistung bis 2.000 Watt – solange die Summe der Leistung aller 4 Platten unter 2.000 Watt bleibt, gilt die Anlage als genehmigungsfreies Balkonkraftwerk.
  • Erlaubt: Wechselrichter mit 800 Watt – der Wechselrichter darf maximal 800 Watt einspeisen. Er regelt die überschüssige Energie der 4 Module einfach ab, sodass die Leitung nicht überlastet wird.
  • Nicht erlaubt: Überschreitung der 2.000 Watt – verwenden Sie extrem leistungsstarke Module, überschreiten Sie unter Umständen das Limit. Dann müssen Sie die Anlage wie eine große Dachanlage vom Elektriker anmelden lassen.
  • Nicht erlaubt: Mehrere Anlagen an einem Zähler – Sie dürfen nicht einfach mehrere kleine Anlagen zusammenstecken. Die Grenzen von 2.000 Watt Modulleistung und 800 Watt Einspeisung gelten pro Zähler und Haushalt.


Ist ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt in Deutschland erlaubt?

Seit dem Inkrafttreten des Solarpakets 1 ist die Lage hier sehr eindeutig und für Sie vorteilhaft geregelt. Sie dürfen Solarmodule mit einer Gesamtleistung von bis zu 2.000 Watt installieren.

Wichtig ist dabei jedoch die technische Begrenzung der Einspeisung. Der verwendete Wechselrichter darf maximal 800 Watt in Ihr Hausnetz leiten. Die hohe Leistung der Module dient also als Puffer für schlechtes Wetter und nicht dazu, mehr als 800 Watt gleichzeitig einzuspeisen.

Hier sehen Sie die genauen Unterscheidungen:

  • Erlaubt: Module bis 2.000 Watt bei 800 Watt Einspeisung – haben Sie beispielsweise 4 Module mit je 500 Watt, liegen Sie genau im Limit. Regelt der Wechselrichter die Abgabe auf 800 Watt herunter, gilt dies als legales Balkonkraftwerk.
  • Nicht erlaubt: Wechselrichter mit 2.000 Watt Leistung – ein Gerät, das tatsächlich 2.000 Watt über den Stecker in die Dose schickt, ist als steckerfertige Solaranlage verboten. Die Leitungen in der Wand können dadurch überhitzen.
  • Nicht erlaubt: Modulleistung über 2.000 Watt – installieren Sie mehr Platten, z. B. mit insgesamt 2500 Watt, fällt die Anlage aus der vereinfachten Regelung. Sie müssen diese dann wie eine große Dachanlage anmelden.
  • Erlaubt: Große Anlage mit Elektriker – möchten Sie die vollen 2.000 Watt nutzen, ist das möglich. Dafür müssen Sie die Anlage aber fest vom Elektriker anschließen lassen und aufwändiger anmelden.


Ist ein Balkonkraftwerk an der Hauswand in Deutschland erlaubt?

Ja, grundsätzlich ist die Montage an der Hauswand erlaubt. Seit der Einführung des Solarpakets 1 gilt ein Balkonkraftwerk auch dort als sogenannte privilegierte bauliche Veränderung. Das bedeutet, dass Vermieter und Eigentümergemeinschaften die Installation im Regelfall nicht mehr verbieten dürfen.

Allerdings haben diese Parteien ein Mitspracherecht bei der Art der Ausführung. Es kann z. B. Vorgaben zur Farbe der Module oder zur genauen Position geben, um das optische Erscheinungsbild des Hauses zu wahren. Zudem müssen Sie sicherstellen, dass die Befestigung sturmsicher ist und niemanden gefährdet.

In diesen Fällen ist die Montage zulässig oder problematisch:

  • Erlaubt: Hauseigentümer – als alleiniger Besitzer können Sie frei entscheiden, wo Sie Module anbringen. Sie müssen lediglich sicherstellen, dass keine Passanten durch herabfallende Teile gefährdet werden.
  • Erlaubt: Mieter nach Rücksprache – wenn Sie die fachgerechte Montage nachweisen und das Erscheinungsbild nicht unzumutbar stören, darf der Vermieter die Zustimmung meist nicht verweigern.
  • Problematisch: Denkmalschutz – steht das Gebäude unter Denkmalschutz, benötigen Sie fast immer eine gesonderte Genehmigung. Sichtbare Module an der Straßenfront werden hier oft abgelehnt.
  • Problematisch: Gestaltungssatzungen – manche Gemeinden haben strenge Regeln für das Ortsbild, etwa in historischen Altstädten. Hier kann die Montage an gut sichtbaren Fassaden untersagt sein.
  • Nicht erlaubt: Unsichere Befestigung – eine wackelige Konstruktion oder das Anbohren von Wärmedämmverbundsystemen ohne Fachkenntnis ist tabu. Die Verkehrssicherheit hat immer oberste Priorität.


8. Gibt es Zuschüsse zu einem Balkonkraftwerk?

Ja, Sie können die Kosten für Ihre Anschaffung durch Zuschüsse oft deutlich senken. Neben der bundesweiten Steuerbefreiung unterstützen Sie viele Städte und Gemeinden mit direktem Geld, damit sich die Anlage noch schneller rechnet.

Hier sehen Sie die wichtigsten Möglichkeiten zum Sparen:

  • 0 % Mehrwertsteuer: Der Staat erlässt beim Kauf eines Balkonkraftwerks die komplette Umsatzsteuer von 19 %. Der Händler zieht diesen Betrag direkt an der Kasse ab, ein Antrag ist dafür nicht nötig.
  • Regionale Förderprogramme der Städte: Viele Kommunen zahlen einen festen Zuschuss von 50 bis 200 €.
  • Zuschüsse der Bundesländer: In manchen Bundesländern gibt es immer wieder spezielle Programme. Diese richten sich oft gezielt an Mieter oder Eigentümer und fördern die Anschaffung mit Pauschalbeträgen.
  • Boni von Energieversorgern: Manche lokalen Stadtwerke belohnen ihre Kunden, wenn diese ein Balkonkraftwerk installieren. Fragen Sie bei Ihrem Versorger nach, ob es aktuell eine Prämie gibt.


Wie beantrage ich einen Zuschuss für ein Balkonkraftwerk?

Bevor Sie mit dem Antrag starten, prüfen Sie, ob in Ihrer Stadt oder Ihrem Bundesland überhaupt ein aktuelles Programm existiert. Die meisten Fördertöpfe sind lokal begrenzt und gelten oft nur für Mieter oder bestimmte Stadtteile.

Ganz wichtig: Sie müssen den Antrag fast immer stellen, bevor Sie das Balkonkraftwerk kaufen oder installieren. Wenn Sie die Rechnung zuerst bezahlen, lehnen die Behörden den Zuschuss meistens wegen eines sogenannten „vorzeitigen Maßnahmebeginns“ ab.

Diese Schritte führen Sie zum Zuschuss:

  • Programm finden: Suchen Sie online auf der Website Ihrer Stadt, des Kreises oder der lokalen Energieagentur nach aktuellen Förderrichtlinien.
  • Voraussetzungen prüfen: Lesen Sie die Richtlinien genau. Oft werden nur bestimmte Anlagengrößen oder der Kauf eines Speichers bezuschusst, Mieter haben aber meist Vorteile.
  • Angebot einholen: Besorgen Sie einen Kostenvoranschlag für die gewünschte Anlage, da Sie diesen dem eigentlichen Förderantrag beifügen müssen.
  • Antrag einreichen: Füllen Sie das Online-Formular aus oder senden Sie das Dokument postalisch ab. Warten Sie unbedingt auf die offizielle Genehmigung durch die Kommune.
  • Zuschusszusage abwarten: Kaufen Sie die Anlage erst, wenn Sie die schriftliche Förderzusage in den Händen halten. Eine vorzeitige Bestellung führt fast immer zum Verlust der Förderung.
  • Kauf und Installation: Kaufen und montieren Sie die Anlage und lassen Sie sich eine Rechnung ausstellen, die den Vorgaben der Richtlinie entspricht.
  • Nachweise einreichen: Senden Sie die Rechnungskopie und oft auch ein Foto der installierten Module an die zuständige Stelle zur finalen Prüfung.
  • Auszahlung erhalten: Nach erfolgreicher Prüfung durch die Kommune wird Ihnen der Zuschussbetrag auf Ihr angegebenes Konto überwiesen.


Kann ich ein Balkonkraftwerk von der Steuer absetzen?

Die gute Nachricht: Sie müssen Ihr Balkonkraftwerk nicht von der Steuer absetzen, denn das ist seit 2023 nicht mehr nötig. Sie profitieren als Privatperson von einer automatischen Entlastung, die komplizierte Formulare unnötig macht.

Der größte Vorteil ist die Befreiung von der Umsatzsteuer direkt beim Kauf. Zudem müssen Sie die geringen Einnahmen, die Sie durch den eingespeisten Strom erzielen, nicht mehr als Gewerbeertrag versteuern.

Diese Schritte sind für die steuerliche Entlastung nötig:

  • 0 % Mehrwertsteuer nutzen: Sie müssen keine Umsatzsteuer von 19 % zahlen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Händler Ihnen den Bruttopreis als Nettopreis ausweist.
  • Keine Gewerbeanmeldung vornehmen: Sie müssen das Balkonkraftwerk nicht mehr beim Finanzamt als gewerbliche Tätigkeit anmelden. Das spart Ihnen viel Aufwand und unnötige Steuerformulare.
  • Erträge nicht versteuern: Die Einnahmen, die Sie durch den Verkauf oder den Eigenverbrauch des Stroms erzielen, sind komplett von der Einkommensteuer befreit. Sie müssen diese Gewinne nicht in Ihrer Steuererklärung angeben.
  • Private Nutzung bestätigen: Stellen Sie sicher, dass die Anlage auf oder in der Nähe Ihres Wohnhauses betrieben wird und die Modulleistung 2.000 Watt nicht übersteigt.


9. FAQ zum Balkonkraftwerk


Welches Balkonkraftwerk ist das beste?

Die Frage nach dem besten Balkonkraftwerk lässt sich nicht pauschal beantworten, da die ideale Wahl stets von den individuellen Gegebenheiten abhängt. Es muss die maximal erlaubte Einspeisung von 800 Watt mit den tatsächlichen Anforderungen und dem verfügbaren Platz in Einklang gebracht werden.

Der höchste Ertrag wird mit Komponenten erzielt, die optimal zum Standort passen – etwa in Bezug auf die Ausrichtung nach Süden, Osten oder Westen und der Vermeidung von Schatten. Ein wichtiger Indikator für Qualität ist zudem die Zertifizierung der Module und die elektrische Sicherheit des Wechselrichters.

Ob ein 1-Modul-Set für den kleinen Balkon oder ein großes 4-Modul-Set mit Speicher die richtige Wahl ist, entscheidet letztlich der tägliche Stromverbrauch. Für eine hohe Unabhängigkeit ist eine Anlage mit Speichermöglichkeit oft die beste Lösung, auch wenn diese höhere Anschaffungskosten verursacht.


Warum Balkonkraftwerk mit 4 Modulen?

Der Hauptgrund für die Wahl einer Anlage mit 4 Modulen liegt in der Optimierung der Stromerzeugung über den gesamten Tagesverlauf. Obwohl die Einspeisung technisch auf 800 Watt begrenzt ist, wird diese Leistungsgrenze durch die größere Fläche wesentlich länger gehalten.

Die vergrößerte Modulfläche spielt ihre Stärken besonders bei ungünstigen Wetterlagen oder Teilverschattung aus. Fällt die Leistung eines Moduls durch eine Wolke ab, gleichen die übrigen Platten den Verlust aus. Dies führt zu einer stabileren Energieversorgung und einer höheren Ausbeute auch bei diffusem Licht.


Ist ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt und Speicher sinnvoll?

Die Kombination aus einer 2.000-Watt-Modulleistung und einem Stromspeicher ist in Bezug auf die Effizienz eine der sinnvollsten Lösungen. Die große Fläche der Module erzeugt tagsüber einen massiven Energieüberschuss, der ohne Akku ungenutzt ins Netz fließen würde.

Der Speicher dient dazu, die überschüssige Energie zu konservieren und in die Abendstunden zu verlagern. Das ist der Schlüssel zur Maximierung der Eigenverbrauchsquote und zur Erreichung eines hohen Grades an Autarkie.


Wie registriere ich ein Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister?

Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist für jede steckerfertige Solaranlage, die Strom ins Netz einspeist, gesetzlich vorgeschrieben. Diese Pflicht gilt unabhängig von der Größe der Anlage und muss binnen eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen.

Der Prozess dient der Bundesnetzagentur zur Erfassung aller Erzeugungsanlagen in Deutschland. Für die Registrierung sind einige technische Daten notwendig, wie die Leistung der Solarmodule und des Wechselrichters sowie das genaue Datum der erstmaligen Nutzung.

Hier ist die Schrittfolge zur Registrierung:

1. Portal aufrufen: Es muss die offizielle Website des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur angesteuert werden.
2. Betreiber-Account erstellen: Zuerst wird ein persönliches Benutzerkonto als Anlagenbetreiber angelegt. Hierfür sind eine gültige E-Mail-Adresse und die Adressdaten erforderlich.
3. Anlage registrieren: Im Account muss die Option zur Neuregistrierung einer Stromerzeugungsanlage ausgewählt werden. Es wird nach der Art der Anlage (Balkonkraftwerk oder Stecker-Solar-Gerät) gefragt.
4. Technische Daten eintragen: Es müssen die genauen Daten des Wechselrichters, die Leistung der Module und die Adresse des Standorts eingegeben werden.
5. Registrierung abschließen: Nach Eingabe aller notwendigen Informationen wird die Registrierung bestätigt. Das Register informiert den zuständigen Netzbetreiber automatisch über die neue Einspeisung.


Kann man ein Balkonkraftwerk einfach in die Steckdose stecken?

Der einfache Anschluss ist die zentrale Eigenschaft, die diese Mini-Solaranlagen auszeichnet. Das Prinzip funktioniert wie bei jedem anderen Haushaltsgerät: Das Kabel wird in die nächstgelegene Steckdose gesteckt.

Der Wechselrichter synchronisiert sich sofort mit dem Hausnetz und beginnt mit der Einspeisung des erzeugten Stroms. Dieses vereinfachte Vorgehen wird oft als „Plug & Play“ bezeichnet und ist für die Leistungsgrenze von 800 Watt vorgesehen.

Achtung: Auch wenn die Installation leicht ist, muss das System korrekt im Marktstammdatenregister registriert werden. Das stellt sicher, dass die Installation korrekt erfasst und der Netzbetreiber automatisch informiert wird.


Wie viel Watt darf ein Balkonkraftwerk haben ohne Genehmigung?

Die Obergrenze für die vereinfachte Installation eines Balkonkraftwerks liegt bei 800 Watt Einspeiseleistung. Dieses Limit bezieht sich auf die Wechselstromleistung, die das Gerät tatsächlich in das Hausnetz abgibt.

Wird dieser Wert eingehalten, ist lediglich eine Anmeldung im Marktstammdatenregister notwendig. Aufwendige Genehmigungsverfahren durch den Netzbetreiber entfallen dadurch komplett.


Welche Strafe bei 2 Balkonkraftwerken?

Der Betrieb von 2 separaten Balkonkraftwerken kann zu Problemen führen, wenn die Gesamtleistung die gesetzlichen Obergrenzen überschreitet. Maßgeblich ist immer die Einspeiseleistung von maximal 800 Watt pro Zähler und Wohneinheit.

Wird diese Grenze überschritten, verliert die Anlage ihren Status als vereinfachtes Stecker-Solar-Gerät. Die Folge ist, dass der Netzbetreiber die sofortige Trennung der Geräte verlangen kann, bis die Anlage durch einen Elektriker korrekt als reguläre PV-Anlage angemeldet wurde.

Wird die Anlage zudem gar nicht im Marktstammdatenregister registriert, droht ein hohes Bußgeld vonseiten der Bundesnetzagentur, das bis zu 50.000 € betragen kann. Es empfiehlt sich, die Module auf einem einzigen Wechselrichter zusammenzufassen, um die gesetzlichen Grenzwerte sicher einzuhalten.